Webschalsoumak

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[Unbezahlte Werbung, alles Material zum Webschalsoumak selbst gekauft]

Hallo ihr lieben, ihr wollt wissen, was es mit dem komischen Wort „Webschalsoumak“ auf sich hat? Dann seid ihr hier genau richtig. Aber erstmal etwas Facility management…Lange Zeit war ich abgetaucht, aber nun bin ich wieder da, hurra! Wo ich gesteckt habe? Nach einer bescheidenen Zahngeschichte, für die sich irgendwie niemand zuständig fühlte, geschweige denn Ahnung hatte, und die sich dementsprechend langwierig gestaltete, hat mich eine dicke Bronchitis erwischt. Im Job gibt´s momentan, aus unterschiedlichsten Gründen, auch sehr viel zu tun…

Das Projekt, um das es heute geht, war entsprechend lang auf dem Rahmen und kam mir vor wie der Nuvem von Frau Jetztkochtsie, ich dachte, der Schal wird niemals fertig. Doch gestern konnte ich ihn vom Rahmen schneiden, waschen und die Fransen trimmen. YEAH!

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Wie ihr ja schon seit langem wisst, mag ich gern die Soumak-Technik, wie zum Beispiel im allerersten Schiffchenschieberin-Projekt. Und als ich so durch meinen Stash stöberte, fiel mir dieses Fadingset von Regina Herbstblatt in die Hände. Ich sah einen schönen Fading-Schal mit Soumakstreifen darin, also los ging´s.

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Basics weben

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Zuerst einmal die Wolle wickeln, den passenden Gatterkamm auswählen und alles parat legen: Schere, Schärpflock (wenn ihr direkt schären wollt), ein Maßband, Pappstreifen und einen Einziehhaken. Dann bindet ihr das Garn an der Kreuzleiste fest, die dem Kettbaum am nächsten ist. Ihr zieht den Faden durch den Gatterkamm auf den Schärpflock und setzt das so lange fort, bis die gewünschte Breite erreicht ist.

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Dann knotet ihr den letzten Faden wieder an der Kreuzleiste fest und bindet einige Fäden rund um die Kette, um diese zu sichern. Nehmt die Fäden vom Pflock und zerschneidet die Enden.

Ihr schnappt euch die Pappstreifen, die mindestens so breit wie euer Webstück sein müssen, und zieht die Fäden auf den Kettbaum auf, bis ihr den Warenbaum erreicht habt.

Wie ihr seht, dass nun immer zwei Fäden im Schlitz liegen, doch noch keiner in den Löchern. Dies ist der nächste Schritt, ihr beginnt auf der rechten Seite und nehmt einen der zwei Fäden und zieht diesen im Loch links ein.

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Wenn ihr damit fertig seid, beginnt ihr, die Fäden an der Kreuzleiste, die die dem Warenbaum am nächsten ist, fest zu machen. Dazu nehmt ihr einen Strang, teilt diesen in der Mitte und knotet mit einem chirurgischen Knoten fest. Spannung prüfen und auf Gleichmäßigkeit achten. Ihr stellt den Gatterkamm nach oben und legt einen Pappstreifen ein, NICHT anschlagen! Gatterkamm nach unten, Pappstreifen einlegen, anschlagen. Sollten noch zu große Lücken sein, Vorgang wiederholen.

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Jetzt kann der Spaß losgehen. Ihr stellt den Gatterkamm nach oben, schießt nun das Schiffchen ein und lasst ein Stückchen Faden überstehen – solltet ihr den Saumstich machen wollen, bitte einen Faden mit vierfacher Webbreite hängen lassen! – den Faden in einem 45Gradwinkel einschießen, anschlagen. Gatterkamm nach unten stellen, den kleinen Restfaden einweben, das Schiffchen nun von der anderen Seite einschießen und so weiter…

Exkurs Saumstich

Solltet ihr den Saumstich machen wollen, webt ihr erstmal einige Reihen ganz normal, bevor ihr dann eine Wollnadel schnappt, den überstehenden Faden einfädelt und unter vier Kettfäden durch in die zweite Reihe einstecht, den Faden holen und über den Faden auf dem Webstück ziehen. Bitte über die gesamte Breite fortführen. Und am Ende des Webstücks genauso verfahren.

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SOUMAK – auf dem Weg zum Webschalsoumak

Webschalsoumak, ein Wortungetüm, das nun endlich erklärt wird. Ihr habt nun schon die eine oder andere Reihe normal gewebt und wollt etwas Neues kennenlernen. In meiner Zeichnung seht ihr (hoffentlich), wie die Fadenführung sein soll. Ihr wickelt erstmal einen Faden 6-7mal der Webbreite ab und führt den Faden nun mit den Fingern durch die Kettfäden hindurch. Wenn ihr zwei Reihen fertig habt, sehen diese wie gestrickt aus.

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Zwischendurch schiebt ihr die Soumakknoten immer mal mit einem kleinen Kamm in Reih und Glied. Ihr könnt diese Knoten so oft wiederholen, wie ihr mögt und habt einen witzigen Effekt im Schal.

Wenn das Ende der Kette naht, macht ihr wieder den Saumstich um die Fäden zu sichern und schneidet die Kette nun vorsichtig auf. Ich nehme meist so 4-5 Bündel und verknote diese zu Fransen. Dann nehmt ihr das gesamte Gewebt vom Rahmen und schneidet vorn am Warenbaum genauso los. Nun klopft ihr euch auf die Schulter, bewundert das Gewebe und lasst Wasser für ein Entspannungsbad ein. Das Gewebe darf sich erholen und trocknen. Sobald es trocken ist, schneidet ihr die Fäden auf der Rückseite nah am Gewebe ab, trimmt ggf. noch die Fransen und freut euch. FERTIG!

Sobald meine Bestellung vom Wollschaf da ist, starte ich mein Adventskalender-Projekt. Und dann ist noch ein Log Cabin-Schal auf dem Sample it, der fertig gestellt sein will…ihr werdet jetzt wieder regelmäßig von mir lesen 🙂 Bis bald, eure Bianca

 

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