Hands on rigid heddle weaving

Hands on rigid heddle weaving

Nach den Büchern “Weben Das Standardwerk für den Gatterkamm-Webrahmen[Amazon Affiliate Link] und “The weaver´s idea book[Amazon Affiliate Link] die beide relativ neu sind, stelle ich euch heute den Klassiker “Hands on rigid heddle weaving[Amazon Affiliate Link] von Betty Linn Davenport vor. Das Buch ist 1987 erschienen, bietet daher nicht die modernsten Bilder und Projekte, aber letztendlich geht es um den Rigid heddle loom und in der Mode kommt ja alles irgendwann zurück.

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Hands on rigid heddle weaving

Hands on rigid heddle weaving – Betty Linn Davenport

Das Buch Hands on rigid heddle loom [Amazon Affiliate Link] ist erschienen im Verlag Interweave Press, ISBN: 978-0934026253 ist lediglich in englischer Sprache erhältlich.

In der Einleitung wird ausführlich erläutert, was einen Rigid heddle loom ausmacht und wie er aufgebaut ist. Unterschiedliche Modelle werden miteinander verglichen, hier gilt allerdings zu beachten: einige gibt es bereits nicht mehr und einige davon sind in Deutschland kaum aufzutreiben. Bei uns bekommt man ohne Probleme den Ashford Rigid heddle loom oder Ashford Knitters loom, die Kromski Harfe und den Schacht Flip oder Cricket, alles andere wird schwierig. Bereits in der Einleitung gibt es zahlreiche Tipps und Tricks bevor es an´s erste Projekt – ein Kissen bzw. Tischläufer – geht.

Davenport geht dieses Projekt en detail durch, erst beschreibt sie die benötigten Materialien, dann erklärt sie wie Garn gewickelt wird, wie der Gatterkamm vorbereitet wird, welche Garne gewählt werden, wie geschärt wird, das Garn auf den Rahmen kommt und wie man dann mit dem Weben beginnt. Die Autorin erklärt ausführlich, was für eine ausgeglichene Spannung wichtig ist, wie man gerade Kanten hinkriegt und man gleichmäßig anschlägt und neues Garn einarbeitet. Das Kapitel endet mit dem Abnehmen des Gewebes vom Rahmen und der Nachbehandlung.

Leinwandbindung – gar nicht so langweilig

Das folgende Kapitel “Discovering plain weave” mag langweilig klingen, wer webt schon gern nur Leinwandbindung? Doch Betty Linn Davenport zeigt auf über zwanzig eindrucksvollen Seiten, dass Leinwandbindung alles andere als langweilig ist. Sie erklärt ausgeglichene Gewebe, texturierte Garne, Streifen, Farbmöglichkeiten wie Log Cabin und es geht um schuss- bzw. kettlastige Gewebe. Projekte hier sind z.B. ein Traum von Mohairschal, Platzsets, Taschen.

Hands on rigid heddle weaving - Projekt Hands on rigid heddle weaving - Beispielseite

Es geht weiter mit fingerkontrollierten Webmöglichkeiten. Hier geht es um Leno, Brooks Bouquet, Danish medaillons, Spanish lace, (all diese Muster kennt ihr aus dem Blogartikel Muster weben) die in einem sehr hübschen Leinentischläufer verwebt werden. Davenport diskutiert anschließend unterschiedliche Designmöglichkeiten. Im Abschnitt Oberflächentexturen geht es dann um Schlaufen, Soumak, Rya – leider sehr kurz gehalten. Auch die Tapestryweberei wird erwähnt und eine Geldbörse gewebt.

Hands on rigid heddle weaving - Techniken Beispielseite des Buches Hands on rigid heddle weaving

Eigene Projekte planen

Hier gibt es unzählige Tipps und Tricks zur Planung eigener Gewebe. Dieses Kapitel ist eine wahre Fundgrube. Es gibt eine Farblehre (in schwarz-weiß) sowie eine Einführung in die Welt der unterschiedlichen Garne. Davenport erklärt anhand eines Beispiels, wie man den Garnverbrauch berechnet und zeigt dann noch, wie man den Rahmen anders schären kann. Zu guter letzt geht es um die Veredelung des Gewebes und eine wunderschöne Decke wird gewebt. Ein Troubleshooting rundet das Buch ab.

 

Was ich zu bemängeln habe:

Es gibt farbige Fotos im Buch und schwarz-weiße Zeichnungen, das ist völlig okay. Aber wenn es um das Thema Farbe geht, sind schwarz-weiß Zeichnungen nicht die richtige Wahl. Das fand ich sehr seltsam und schade, denn ansonsten ist dieses Buch wirklich gut.

Farbkarte in schwarz-weiß

Mein Fazit:

Dieses Buch ist wirklich ein Klassiker und wie eine Lehrstunde rund um den Rigid heddle loom. Hier findet man wirklich alles, was man braucht, alle Fragen werden beantwortet. Ergänzt mit “The weaver´s idea book” bildet es den Grundstock jeder RHL-Bibliothek. Man muss sich im Klaren sein, dass das Buch aus dem Jahr 1987 stammt und nicht das modernste Layout bietet, vom Fachlichen her hat sich im Weben jedoch nichts verändert. Wer lieber ein deutschsprachiges Buch sucht, ist mit “Weben Das Standardwerk für den Gatterkamm-Webrahmen” bestens bedient.

Mehr zum Rigid heddle loom in meinem Blog:

RHL von A-Z,

Kette schären am RHL,

Muster weben,

Rezension zum Buch Weben Das Standardwerk,

Weben am RHL,

Ashford Sample IT-Zusammenbau,

Rezension the weaver´s idea book, 

Vokabeln zum Weben,

Was man zum Weben benötigt,

Und natürlich feiert dieser Artikel feine Parties bei Caros Fummeley

Pin mich:

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